Wie eine Statue liegt sie da.
Still und starr als hätte sie kein
Leben außerhalb ihres Bettes
Wie eine Gläserne Puppe.
Ohne eigenen Willen, immer auf der Hut.
Voller Furcht vor der Welt,
die sie zu zerbrechen droht.
So viele Gedanken in ihrem Kopf.
So viele Zweifel an ihr selbst.
Wie in einer Schneekugel,
die zu oft geschüttelt wurde,
schwirren die Schneeflocken in ihrem Geist
und verwehren ihr die Sicht auf
ihre eigene Schönheit.
Immer mehr und mehr wird sie geschüttelt
und immer mehr wird sie zerdrückt
von der Welt um sie herum.
Von den Menschen, die ihr eigentlich
helfen sollten.
„Streng dich mehr an!“
RISS
„Sei erwachsen, schluck‘s runter!“
SPRUNG
„Hör auf mit dem Blödsinn, dir geht es gut!“
SPLITTER
„Ach, kommst du doch aus deinem Zimmer raus, du Faulenzerin!“
PANG!
„ICH BIN NICHT FAUL!
Ich bin zerbrochen.“
Schreit sie in die Lehre.
Denn niemand ist da,
um sie zu hören.
Niemand hört das Brechende Glas
Niemand sieht die Risse in ihrer
Gläsernen Haut.
Niemand merkt wie sie zerbrochen
am Boden liegt, einsam und hilflos,
um Vergebung bettelnd.
Sie bettelt die Welt an,
sie doch endlich vollkommen
zerspringen zu lassen, um ein ruhiges Ende
nach einem so grausamen Sturm.
Und ein Teil von ihr hoffte,
gefunden zu werden.
Dass jemand sie sehen
und wieder zusammensetzen
würde.
Doch Niemand findet die Scherben,
wie sie still und starr in ihrem Bett liegen.
Niemand kommt.
Niemand.