Posen, Polen 2026 – Erasmus+

Laetitia Hönigsberger
Fachsparte: Grafik- und Kommunikationsdesign
Posen, Polen
2026

Recht spät meldete ich mich für das Erasmusprogramm an, denn erst als meine Schwester von ihrem zurückkam und mir davon erzählte, wusste ich, dass es das Richtige für mich wäre, da das Besuchen fremder Länder stets ein großes Anliegen innerhalb meiner Familie ist. Durch Online-Recherche und unzählige Bewerbungen und tatsächlich auch mehrere Annahmen, darunter in Spanien, Griechenland und Polen, entschied ich mich im Endeffekt für letzteres, da es tatsächlich das einzige Land war, in welchem ich noch nicht war, und mich die Stadt und Arbeit am meisten überzeugten. 

Begonnen hat meine Reise mit einem Flug nach Warschau, wo ich vorerst drei Tage verbrachte. Anschließend machte ich mich auf nach Posen und kam nach einer circa vierstündigen Busfahrt an. Meine WG befand sich sehr zentral, so war auch wirklich alles, was man benötigen könnte, in unmittelbarer Nähe, so auch meine Arbeit – nur ein fünfminütiger Spaziergang war nötig, um dort einzutreffen. 

Bei meiner Praktikumsstelle in Posen war ich Teil des Marketingteams einer großen Sprachschule und kümmerte mich größtenteils um Social-Media-Content. Wöchentlich hatte ich mindestens ein Reel und ein Karussell für Instagram zu gestalten, weitere Aufträge gab es natürlich auch, so musste ich einige Promotional Videos drehen und viel Zeit auch mit Videoschneiden und Editing verbringen. 

Meine Freizeit verbrachte ich größtenteils mit neugefundenen Freunden oder sehr langen Spaziergängen durch die Stadt, denn es gab immer etwas Neues zu entdecken. Posen ist außerdem der ideale Ort für Menschen, die sich eine Mischung aus Stadt und Natur wünschen, denn unzählige Parks, Grünflächen und Seen befinden sich innerhalb beziehungsweise in unmittelbarer Nähe. 

Nach zwei Monaten in Polen kamen meine Eltern, um mich auf ihrem Heimweg von ihrem Roadtrip abzuholen. Natürlich zeigte ich ihnen noch die Stadt, in der ich lebte, danach machten wir uns auf und schauten am Nachhauseweg noch Breslau und Prag an sowie einige Seen und Berge. 

Alles in allem war es ein wunderschöner und lehrreicher Sommer, der mir sicher für immer in Erinnerung bleiben wird, und ich bin mir ganz sicher, dass dies nicht mein letztes Mal in Polen war, denn alles hat mich sehr positiv überrascht.