Ich war auf der Suche nach einem Praktikumsplatz für den Sommer als mir mein Lehrer Daniel, Lorena vorgestellt hat. Ich habe ihr dann gleich per E-Mail geschrieben und sie hat mir sofort zugesagt.
Bei ihr hatte ich die Möglichkeit als Hauptbeschäftigung zu modellieren oder zu Töpfern. Ich habe mich fürs Töpfern entschieden, weil ich mich da verbessern wollte. Das habe ich dann auch 3 Wochen lang immer in der Früh gemacht. Zuerst getöpfert dann abgedreht und danach waren dann immer verschiedene Dinge zu tun wie z.B. die Dekoration von schon gebrannten Objekten oder Glasieren. In der 4. Woche haben wir hauptsächlich alles für den Keramik Markt, Argillà, vorbereitet.
Wir waren aber nicht nur im Studio. Fast jeden Tag sind wir mit unseren Rädern in die Stadt gefahren und haben andere Keramik Studios oder auch das MIC, Museum für Keramik, besucht.
Angereist bin ich mit dem Nachtzug nach Bologna und dann mit dem Regio Zug weiter nach Faenza.
Ich empfehle sehr die App Trenitalia falls ihr das lest und auch nach Italien geht.
Heimgefahren bin ich etwas komplizierter, da viele Baustellen waren. Von Faenza nach Bologna, über Venedig weiter nach Udine. Von dort ging es mit einem vollbepacktem Schienenersatzbus nach Villach und dann noch mit dem Zug nach Graz.
Gewohnt habe ich bei einer Familie, die ich über die App Campspace gefunden habe. Mir war das Hotel zu teuer (obwohl sie einem Rabatte geben, wenn man sagt, dass man bei Lorena ist), deswegen habe ich nach anderen Möglichkeiten gesucht.
Zuerst war ich zwei Wochen lang in dem Farmhaus der Familie, das etwa 15 Minuten mit dem Rad vom Zentrum entfernt ist, danach bin ich zu ihnen in ihre Wohnung gezogen, wo ich die letzten zwei Wochen verbracht habe.
Die erste Woche in Italien war etwas anstrengend da ich nichts und niemanden kannte, aber relativ schnell habe ich mich eingelebt und bis zum Ende wollte ich nicht mehr gehen. Mir hat es auch sehr gefallen, dass ich am Anfang etwas außerhalb von Faenza gewohnt habe, da ich so noch mehr von der Umgebung sehen konnte.
Da wir ungefähr 5 Stunden pro Tag gearbeitet haben, hatte ich sehr viel Freizeit. In den ersten zwei Wochen bin ich nach der Arbeit meistens gleich heim und ging dort in der Gegend viel spazieren, oder fuhr mit dem Rad herum. So habe ich Orte, wie das Castello Raniero und eine Wunderschöne “ Klippe“ in Olmatello, entdeckt. Als ich in der 3. Woche dann näher am Zentrum war, bin ich fast jeden Tag all die Straßen und Gassen in Faenza die ich finden konnte abgefahren. Manchmal habe ich dann auch Leute getroffen, die ich schon kennengelernt hatte und zusammen sind wir dann zum Beispiel ein Eis essen gegangen.
Insgesamt bin ich echt Froh das gemacht haben zu können, da mich das vieles gelehrt hat und in gewisser Weise auch beruhigt hat.
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