YUME – Aus einem Schulprojekt wird ein neuer Raum

Mit Schulbeginn wurde das Siegerprojekt des WC-Gestaltungswettbewerbs „YUME“ feierlich eröffnet. Die Innenarchitektinnen und Schülerinnen Marie Lengauer und Dayana Matei präsentierten gemeinsam mit der Schulgemeinschaft die neu gestalteten WC-Anlagen – und damit das Ergebnis eines Projekts, das weit über eine klassische Renovierung hinausgeht.

Unter dem Titel „YUME“ – japanisch für „Traum“ – hatten Schüler:innen ihre Ideen für die Neugestaltung der WCs eingereicht. Nach einem schulweiten Wettbewerb und der Auswahl des Siegerprojekts begann die eigentliche Arbeit: In den letzten beiden Schulwochen des vergangenen Schuljahres wurde das Konzept gemeinsam mit Schüler:innen aus unterschiedlichen Klassen und Fachrichtungen umgesetzt.

15 Schüler:innen griffen selbst zu Farbe, Werkzeug und Baumaterialien und verwandelten die zuvor stark beanspruchten Räume Schritt für Schritt in einen völlig neuen Ort. Dabei flossen rund 1.000 Arbeitsstunden in Planung, Vorbereitung und Umsetzung.

Betreut und begleitet wurde das Projekt von Marion Gurker und Eva Maria Schöttel, die gemeinsam mit den beteiligten Fachsparten die Umsetzung koordinierten. Unterstützt wurde das Vorhaben von zahlreichen Lehrer:innen und Mitarbeiter:innen der Schule sowie durch die gemeinsame Finanzierung von Elternverein, Absolventenverein und Schule.

 

Gestaltung, die sichtbar weitergeht

Ein besonderer Teil des neuen Raumkonzepts ist die grafische Gestaltung. Die Grafikerinnen Luna Heinrich und Alex Gamperl entwickelten das Wandbild und die grafischen Elemente, die den neu gestalteten WCs ihre besondere visuelle Identität geben.

Damit wurde das Projekt auch zu einer Verbindung von Innenarchitektur, Bautechnik, Grafik und handwerklicher Umsetzung – ganz im Sinne der fachübergreifenden Ausbildung an der Ortweinschule.

 

Mehr als eine Renovierung

Das Projekt verfolgt dabei einen besonderen Gedanken: Statt Vandalismusschäden immer wieder nur zu reparieren, sollen Schüler:innen ihren eigenen Lebensraum selbst gestalten und dadurch stärker mit ihm verbunden sein.

Wer selbst plant, gestaltet, baut und viele Stunden in die Umsetzung investiert, entwickelt möglicherweise auch eine andere Beziehung zu diesem Raum.

Ob dadurch langfristig tatsächlich weniger Vandalismus entsteht, wird sich erst im Schulalltag zeigen. Das Projekt ist damit auch ein Experiment: Kann aktive Beteiligung und Selbstwirksamkeit dazu beitragen, dass Schüler:innen sorgsamer mit ihrer Schule umgehen?

Mit der Eröffnung zu Schulbeginn ist die Arbeit jedenfalls nicht einfach abgeschlossen. Aus einem Wettbewerb ist ein realer Raum geworden – und aus einer Idee ein Stück Schule, das von Schüler:innen selbst gestaltet wurde.

Ein herzliches Dankeschön an alle Schüler:innen, Lehrer:innen, Mitarbeiter:innen und Unterstützer:innen, die dieses Projekt möglich gemacht und gemeinsam umgesetzt haben.

YUME – ein Traum, der Wirklichkeit geworden ist.